Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Frühjahrssitzung des Gesamtvorstandes

Am 25. März 2018 traf sich der Gesamtvorstandes des Rheinischen Schützenbundes in den Sitzungsräumen des Landesverbandes in Leichlingen zur alljährlichen Frühjahrssitzung. An diesem Sonntag galt es für die anwesenden 26 Mitglieder dieses Verbandsgremiums einmal mehr eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Willi Palm, Abhandlung der notwendigen Regularien mit Übergabe der Sitzungsleitung an den Vizepräsidenten Achim Veelmann wurde an diesem Vormittag zunächst einmal eine Ehrung vorgenommen. So zeichnete der Verband den Vorsitzenden des Bezirks 14 3, Manfred Luckas, mit der Großen Goldenen Verdienstnadel des Rheinischen Schützenbundes aus.

Anlässlich seines Berichtes informierte Willi Palm unter anderen über den Verfahrenssachstand zwischen dem Pfälzer Sportschützenbund und unserem Landesverband. Auch gab es einen kurzen Rückblick sowie Hinweise bezüglich der vergangenen Delegiertentagung in Ransbach-Baumbach.

Ergänzend berichtete Landesdamenleiterin Brigitte Brachmann dann über das kürzlich stattgefundene Symposium „Starke Frauen für den RSB“. Sie zeigte sich hocherfreut über den erfolgreichen Verlauf, der Moderation durch die Dipl.-Psychologin Nicole Lazar vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung, dem lebhaften Vortrag der NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, sowie dem Impulsvortrag der Astronautentrainerin bei der ESA, Frau Laura Winterling. Hier habe sich jede mitgenommen gefühlt. In dem zum Schluss stattgefundenen Workshop seien zahlreiche Ideen entwickelt worden, die gelte es nun in Fakten umzusetzen. Enttäuscht zeigte sie sich allerdings über die fehlende Teilnahme der Männer, die man ja ebenfalls zu diesem Symposium eingeladen habe. Lediglich der Präsident habe den Weg zu den Frauen gefunden.

Des Weiteren unterrichtete Uwe Pakendorf mittels Beamer den Gesamtvorstand  über den bisherigen Stand der neuen Homepage. Neben der Desktopvariante werde nun auch eine Smartphone-Version berücksichtigt. Er zeigte dann die verschiedenen Neuerungen auf. So gebe es nun eine linksbündige Navigationsleiste, eine Darstellung unserer Sponsoren, einen Terminkalender, eine verbesserte Ergebnisdatenbank sowie eine komfortable Vereinsdatenbank mit Umkreissuche. Verbessert habe man ebenso auch die Bereiche Ausbildung, ebenfalls mit Filterfunktion, Formulare, Journal, ferner die Bezirksseiten sowie eine umfangreiche Suchdatenbank mit Filtermöglichkeiten.

Nach einer Aussprache kam man dann zu den beiden Tagesordnungspunkten Abschluss Haushalt 2017 sowie Nachtragshaushalt 2018. Erläuterungen hierzu kamen vom Schatzmeister Heinz Markert, der sich insbesondere für die gute Zusammenarbeit mit dem Steuerberatungsbüro Bangert & College in Köln bedankte. Bezüglich der jeweiligen Positionen verwies der Schatzmeister auch auf die dem Gesamtvorstand vorliegende Tischvorlage. Weitere Hinweise folgten durch den Geschäftsführer mittels Beamer.

Heinz Markert verwies hier abschließend auch auf eine Auflage des Finanzamtes, wonach man keine Rücklagen bunkern dürfte. Leider seien auch, so eine weitere Information, die zukünftigen Kosten für das NEON-Mitgliederverwaltungsprogramm noch nicht bekannt. Hier führe man derzeit noch Gespräche mit den anderen daran beteiligten Landesverbänden.

Bezüglich des Nachtragshaushaltes konnte der Geschäftsführer darüber informieren, dass  in Teilbereichen weniger Ausgaben zu erwarten seien: so würden die Kosten für die Jugendverbandsrunde wegfallen, die nun die Fachschaft übernehmen werde. Aufgrund der erhöhten Teilnehmerzahlen in der Trainer-C-Ausbildung gebe es in diesem Bereich zwar höhere Ausgaben, anderseits aber auch ebenso ein Mehr an Einnahmen.

Über die vielen neuen C-Trainer freute sich insbesondere der Leistungssportbeauftragte, Vize Achim Veelmann.

Anschließend kam man zu den Aufnahmen und den Austritten von Vereinen. Hierzu folgten zunächst einmal verschiedene Hinweise durch Uwe Pakendorf (so auch zu den beiden ausgeschiedenen Vereinen) sowie durch die betreffenden Bezirksvorsitzenden und seitens Gustav Hensels. Nach Aussprache wurden die vier betreffenden Vereine mit 24 Ja- und 2 Neinstimmen in den Verband aufgenommen. Einig war man sich hierbei auch, dass sich die Vereine keine Kreis- oder Bezirkszugehörigkeiten aussuchen können. Die Aufnahme werde ausschließlich entsprechend der Ansässigkeit des neuen Vereins erfolgen.

Diskutiert wurde ebenso der aktuelle DSB-Vorschlag zu zukünftigen Beitragsmodellen. Damit, so der Hinweis, müsse man sich ebenfalls befassen. Daher soll die bereits gebildete Beitragskommission alsbald zusammentreffen.

In diesem Zusammenhang kam man nun zu einer seinerzeit den Kreisen und Bezirken zugesandten Nachfrage über schießsporttreibende Vereine ohne eine eigene Verbandszugehörigkeit. Leider ließ wohl der Rücklauf sehr zu wünschen übrig. Gustav Hensel machte darauf aufmerksam, dass es hierbei doch nicht um organisierte Vereine gegangen sei sondern sowohl um den Bestandsschutz als auch um die von den Behörden genehmigten Vereinswaffen.

Beim folgenden Punkt ging es dann um die Mitgliedervereinsentwicklung. Hier freute sich der Präsident insbesondere über die positive Entwicklung im Bogensport. In der folgenden Aussprache wurde seitens eines der Bezirksvorsitzenden bedauert, dass man sich denjenigen Waffen verschließe, die beim BDS oder anderen Verbänden geschossen würden. Aber auch ebenso ein Hinweis, dass es bedauernswürdig sei, dass der DSB es nicht geschafft habe, alle schießsporttreibenden Verbände unter dem Dach des Bundesverbandes zusammen zu bringen.

Nach einer Pause konnte der Gesamtvorstand zunächst einmal den Referatsleiter Bildung und Mitarbeiterentwicklung des LSB NRW, Ulrich van Oepen, begrüßen. In seinem Vortrag berichtete van Oepener über die Kick-Off Ehrenamtsinitiative des Landessportbundes. So sei das ehrenamtliche Engagement zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Hierzu folgten zunächst ein kurzer Rückblick bis hin zum Jahr 1993, dem Jahr des Ehrenamtes sowie einige Zahlen zu den Arbeitsleistungen der Ehrenamtlichen. Danach ein Einblick in die Ehrenamtsinitiative der Jahre 2018 bis 2022. Derzeit gebe es rund 1,4 Millionen im Sport engagierte Menschen in NRW. Auch hätten verschiedene Studien nachweisbar zu Tage gebracht, dass sich Deutschland diesbezüglich im Aufwind befände. Er berichtete dann über die Situation des Ehrenamtes im Sport und informierte über die Initiative Ehrenamt. Neu sei die kostenfreie Ausbildung zum Ehrenamtsberater und zum Ehrenamtsmanager. Auch bewarb er das Angebot auf Vereinsberatung (wie Infogespräche, Fachberatungen, Vorstandsklausuren und Vereinsentwicklungsberatungen).

Abschließend stellte der Referatsleiter die Zielgruppen für die Jahre 2019 – 2022 vor. Nach einigen Fragen aus dem Kreis der Anwesenden dankte der Präsident Herrn Oepen für den Vortrag, wünschte sich aber für die Zukunft eine gerechtere Verteilung der Gelder sowie eine größere Anerkennung der Randsportarten.
Weiterführende Informationen hierzu findet man unter www.Sportehrenamt.NRW .

Im folgenden Punkt ging es dann um die Zusammenarbeit mit den Fachverbänden. Hier schilderte Achim Veelmann zunächst einmal das Prozedere der Punkteverteilung für die Kader. Hierbei machte er deutlich, dass die Meldungen an den DOSB ausschließlich durch den Deutschen Schützenbund erfolge und der Landesverband hier keinerlei Einfluss ausüben könne. Die Punkteverteilung, maximal 70 Punkte, käme ausschließlich durch die erbrachten Erfolge im Gewehr, Bogen, Pistole und Flinte in den olympischen Disziplinen zustande und würde dann entsprechend angerechnet. Eine Umwandlung von RLP nach RSB sei nicht möglich. D- und E-Kader fänden hier allerdings auch keinerlei Berücksichtigung.

Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit dem WSB habe man in der Fachschaft NRW eine große Punktzahl (32,3 Punkte) erreichen können und erhalte nun eine bessere Förderung gegenüber den Vorjahren.

Nach verschiedenen Hinweisen zum Gebiet Süd mit nachfolgender Aussprache kam man dann zu den beiden zusammengeführten Punkten RSB-Struktur und der Satzung. Nach verschiedenen Anmerkungen berichtete Robert van Eisern darüber, dass zur Bildung eines Ausschusses für Verbandsentwicklung zunächst die drei Gebietsvorsitzenden angeschrieben und um entsprechende Vorschläge für die Besetzung dieses Gremiums gebeten worden seien. Folgend wurden dann die Mitglieder genannt. Ergänzt wurde der Ausschuss noch mit je einem Vertreter der Jugend und der Senioren. Der Antrag wurde bei 1 Enthaltung einstimmig angenommen.

Einig war sich der Gesamtvorstand auch darin, die finale Satzung nun für 2019 zu planen.

Nach Hinweisen des Geschäftsführers zu den Veränderungen bei den hauptamtlichen Mitarbeitern, zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern durch den Präsidenten, kam man alsdann zu den Besetzungen von weiteren Ausschüssen. So zunächst einmal zur Erweiterung des Arbeitskreises Schützentage, und nun auch ergänzt um Tradition und Brauchtum. Hier wurden neben den verbliebenen bisherigen Ausschussmitgliedern weitere neue Mitglieder benannt. Dieser Antrag wurde bei einer Enthaltung angenommen.

Auch der Antrag auf Einrichtung eines Lehrausschusses mit nunmehr drei Teilbereichen (als Projekt auf 1 Jahr begrenzt) wurde bei 1 Neinstimme angenommen.

Der nachfolgende Antrag auf Wahl von Mitgliedern für den Disziplinarausschuss (Ergänzungswahlen) wurde einstimmig angenommen.

Nun stand der Punkt Schützentage auf der Agenda. Rückblickend konnte hier festgestellt werden, dass der Geschäftsführer eine gute Lokalität für den Delegiertentag gefunden habe. Dittmar Gerwien sprach dann das Vorkommnis an, dass man einer Person, die alleinig für eine geheime Wahl votiert hatte, folgen musste, da dies nicht mehr entsprechend in der derzeitigen Satzung geregelt sei. Er bat daher darum, nun doch eine entsprechende Regelung in der neuen Geschäftsordnung zu verankern.

Der Arbeitskreis Schützentage, so Gustav Hensel, werde nun in neuer Besetzung wie zuvor geklärt tagen. Er warb dann für die zukünftigen Abläufe: so soll der Schützentag grundsätzlich im September durchgeführt werden und zwar stets mit zwei Tagesveranstaltungen, also mit Tradition und Delegiertentag. Dazu präsentierte er zwei mögliche Ablaufvarianten. Auch sollte ein geänderter Modus für das Landeskönigs-/-jugendkönigsschießen gefunden werden. Nach Diskussion erklärte sich der Gesamtvorstand damit einverstanden.

Für 2019 gibt es weiterhin keinen Bewerber. Der interessierte Bezirk 05 wird die Ausrichtung wegen der unklaren Kosten nicht übernehmen.

Deshalb wurden die Bezirke gebeten, einen Interessenten für das kommende Jahr zu finden und die Bildung eines Förderkreises anzugehen. Dies löste eine weitere Diskussion aus. Da die Durchführung eines großen Schützentages in der aktuellen Satzung verankert ist, soll beim diesjährigen Delegiertentag ggf. der Antrag gestellt werden, 2019 keinen großen Schützentag durchzuführen, wenn es bis dahin keinen Bewerber geben sollte. Dies wurde bei einer Enthaltung einstimmig gebilligt.

Der Bezirk 04 1 Düsseldorf stellte anschließend den Antrag auf Ausrichtung des 150. Rheinischen Schützentages im Jahre 2022. Willi Palm dankte für die Bereitschaft. Auch hierzu ist bereits ein kleiner Arbeitskreis aktiv. Der Gesamtvorstand billigte einstimmig den Antrag.

Im Anschluss hieran stimmte der Gesamtvorstand über den Antrag des Sportausschusses (LVM-Ausschreibungen 2019) sowie über den Antrag auf Änderung der Ligaordnung ab. Auch diese beiden Anträge wurden jeweils eistimmig genehmigt.

Zum Punkt Verschiedenes gab es weitere Informationen.
So findet der Parlamentarische Abend im Düsseldorfer Landtag am 9. Oktober 2018 statt. Hierzu kann der Landesverband 78 Teilnehmer melden.

Der Geschäftsführer informiert dann darüber, dass die Geschäftsstelle derzeit eine Richtlinie für die Datenschutzgrundverordnung vorbereitet. Auch soll eine Hilfestellung für die Vereine erstellt werden mit entsprechenden Musterformularen  sowie eine Checkliste mit zehn Punkten für die Untergliederungen. Heutzutage würden schneller Abmahnungsgebühren als zuvor eingefordert.

Aus der Versammlung heraus wurde dann angeregt, dass man zwar die monatlichen Präsidiumssitzungen mit Tagesordnung zur Kenntnis erhalte, aber ein Rückfluss nur sparsam erfolge.

Abschließend sprach man noch das Thema Lehrausschuss, hier die Multiplikatoren-Ausbildung, an. Hierzu hatten sich kürzlich Dittmar Gerwien, Werner Seifert, H. W. Buschmann sowie Manuel Bender in Leichlingen getroffen. So soll alsbald ein Workshop Multiplikatoren und Waffensachkunde angeboten werden.

Zu guter Letzt erfolgte noch der Hinweis auf die anstehende Baumpflanzaktion „Schützenwald“ der Jugend am 14. April 2018 in Rennerod.

Danach übernahm Präsident Willi Palm wieder die Versammlungsleitung und konnte gegen 17.15 Uhr alle Teilnehmer nach Hause entlassen, nicht ohne ihnen zuvor noch einen schönen restlichen Palmsonntag zu wünschen.

 



Autor: Klaus Zündorf
Datum: 27.03.2018

 

Quicklinks

  • Aus- und Fortbildungskalender
  • Vereine im RSB
  • RSB-Journal
  • Ergebnis-Datenbank Landesverbandsmeisterschaften
  • RSB 2020
  • RSB-Newsletter
  • RSB-Shop
  • RSB-JAKO-Shop
  • RSB-Druckerei

Deutscher Schützenbund

http://www.dsb.de

Partner und Sponsoren